Initiative schlägt erneut Alarm

Erstellt am 06. Dezember 2011 | 00:00
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Web-Artikel 12
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DISPUT / Bürgerbewegung wirft Stadt „unbegreifliche Zerstörungen“ in der Forstheide vor. Vizebürgermeister Mag. Wiesner spricht von notwendiger Gefahrenvermeidung.
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Die Nahaufnahme zeigt, wie uneben und holprig sich der Weg Mitte September präsentierte. ZVG
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VON HANNES HIRTENLEHNER

AMSTETTEN /  „Unbegreifliche Zerstörungen in der Forstheide! Stadtgemeinde lässt Bagger auffahren!“, schlug die Bürgerinitiative „Rettet die Forstheide“ am 2. 12. einmal mehr Alarm: „Idyllische Wege wurden mit Baggern auf bis zu vier Meter Breite erweitert! Mit seltenen Kräutern bewachsene Wegränder werden systematisch großflächig weggebaggert, seltene Pflanzen und Tiere vernichtet!“ Ganze Wegstrecken seien zu „Güterwegsschneisen“ umfunktioniert worden, kritisieren Peter Rausch und Margret Sapinsky - und stellen die Frage in den Raum, ob die Stadt die Zerstörung der Forstheide gar auf Gemeindekosten weiterführen wolle?

Bürgerinitiative fordert  „sofortige Renaturierung“

Abschließend forderte die Bürgerinitiative die „sofortige Renaturierung der beeinträchtigten Forstheidewege, die Einbeziehung von ökologisch versierten Fachkräften und Vertretern der Bürgerinitiative in Forstheide-Angelegenheiten! Keine weitere Ausgrenzung der Bürgerinitiative und die Umsetzung des Forstheide-Entwicklungskonzepts! Die Forstheide muss erhalten bleiben!“ Vizebürgermeister Mag. Michael Wiesner entgegnete zunächst rein sachlich: „Aufgrund des vielfachen, gerechtfertigten Wunsches der Nutzer dieses Weges war es im Interesse ihrer Gesundheit notwendig, einen Unternehmer mit geeigneten Maschinen zu beauftragen, die Wege wieder eben und begehbar zu machen. Diesem berechtigten Anliegen zur Gefahrenvermeidung für die Nutzer dieses Weges wurde nachgekommen.“

Wiesner: „Vorgangsweise ist  doch sehr merkwürdig“

Menschlich betrachtet kritisiert Wiesner Rauschs Vorgangsweise: „Er hat in Sachen Bürgerinitiative und Forstheide seit Tagen einen fixen Termin mit der Stadtgemeinde Amstetten und sogar mit Frau Bürgermeisterin Ursula Puchebner vereinbart - und zwar für Montag, 5. Dezember. Dass er nun den Vertretern der Stadtgemeinde und der Frau Bürgermeister seine Kritik oder seine Anliegen schon im Vorfeld über die Medien mitteilt, ist doch sehr merkwürdig. Jeder Leser mag sich von der eigenartigen Vorgangsweise des Herrn Rausch eine eigene Meinung bilden.“

In der Sache und zur Gefahrenvermeidung seien die Arbeiten aber absolut notwendig gewesen, bekräftigt Wiesner: „Im Rahmen der Begehung der Forstheide im März 2012 werden alle (objektiven) Nutzer der Forstheide beurteilen können, was die Natur selber dazu sagt!“

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