Wirtschaftsraum Amstetten GmbH präsentiert. Die Stadt Amstetten und 13 Umlandgemeinden gründen gemeinsam die Wirtschaftsraum Amstetten GmbH (die NÖN berichtete bereits exklusiv) deren Ziel es sein wird, neue Betriebsflächen in den Kommunen zu entwickeln und Betriebsansiedelungen zu koordinieren. Am Freitag wurde die Gesellschaft offiziell vorgestellt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 13. November 2020 (12:33)
Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer und Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl fungieren in der Gründungsphase als Geschäftsführer der Amstetten Wirtschaftsraum GmbH.
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Amstettens Bürgermeister Christan Haberhauer spricht von einer "Jahrhundert-Kooperation, die aus einer Region mit 54.918 Einwohnern einen starken Wirtschaftsraum formt, der geschlossen noch stärker auftreten kann. " Die Wirtschaftsraum Amstetten GmbH (WRA) wird von den Gemeinden mit Eigenkapital ausgestattet. 55 Prozent entfallen dabei auf die Stadt Amstetten, 45 Prozent auf die Umlandgemeinden. Wichtige Beschlüsse können in der Generalversammlung, der alle Bürgermeister angehören, allerdings nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit gefällt werden.

Für Ardaggers Ortschef, Hannes Pressl, findet mit der Gründung der GmbH ein Paradigmenwechsel statt: "Denn der Wettbewerb um Betriebsansiedlungen findet künftig nicht mehr zwischen den Gemeinden statt, sondern überregional. Gemeinsam können wir da stärker auftreten, indem wir die wirtschaftlichen Risiken, aber dann natürlich auch die Einnahmen gut verteilen." 

Die Gemeinden bringen in die Gesellschaft allerdings nur Grundstücke ein, die neu als Betriebsgebiet gewidmet werden. Bereits bestehende Flächen kann jede Kommune auch weiterhin alleine vermarkten und entwickeln.

In der Gründungsphase treten Haberhauer und Pressl als Geschäftsführer der GmbH auf. Über einen Headhunter wird aber in den kommenden Wochen ein Geschäftsführer gesucht, der dann von der Gesellschaft angestellt wird. Die erste offizielle Aktion der WRA dürfte noch heuer der Ankauf des ÖBB-Areals rund um den Amstettner Bahnhof werden. Die Verhandlungen befinden sich da offenbar in der Zielgeraden.

Beteiligt an der WRA sind die Gemeinden: Amstetten, Allhartsberg, Ardagger, Aschbach, Euratsfeld, Ferschnitz, Neuhofen an der Ybbs, Neustadtl an der Donau, Oed-Öhling, St. Georgen am Ybbsfelde, Viehdorf, Wallsee-Sindelburg, Winklarn und Zeillern. 

Mehr zu den Hintergründen und Zielen der Wirtschafts-GmbH und was Bürgermeister der beteiligten Gemeinden dazu sagen, lesen Sie in Ihrer nächsten NÖN-Ausgabe.