Acht Palliativbetten im Landesklinikum Amstetten

Erstellt am 05. Dezember 2022 | 13:53
Lesezeit: 3 Min
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2023 soll im Klinikum Amstetten eine Palliativstation eingerichtet werden (von links): Bürgermeister Christian Haberhauer, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, die Obfrau des Hospizfödervereins, Ester Steininger, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, NÖ LGA-Vorstand Alfred Zens, Landeshauptfrau-Stellvertreter, Stephan Pernkopf und Primar Gerhard Kriener.
Foto: Herbst
Der langjährige Wunsch des Hospizfördervereins Amstetten wird endlich erfüllt. Bis Ende 2023 wird die Station errichtet.
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Eine schier unendliche Geschichte scheint doch zu einem guten Ende zu kommen: Im Landesklinikum Amstetten wird das Land eine Station mit acht Palliativbetten errichten. Grund dafür ist nicht zuletzt eine notwendige Umstrukturierung.

Die Innere Abteilung ist eine der größten in Niederösterreich und bietet ein sehr breites Leistungsspektrum an. Aufgrund zunehmender Spezialisierungen wird sie nun auf die Abteilungen Innere Medizin I und Innere Medizin II aufgesplittet, wobei letztere eben auch die Palliativstation erhält.

„Die Erweiterung des Leistungsspektrums an der Inneren Medizin stellt einen wichtigen Schritt in der Versorgung der Patientinnen dar und soll Therapien auf höchstem medizinischen Niveau ermöglichen“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Mit der Errichtung der Palliativstation werde die Wichtigkeit der bestmöglichen professionellen Versorgung der Patientinnen und Patienten während der letzten Lebensphase sowie die Begleitung und Betreuung der Angehörigen sichergestellt.

Zahl der Palliativbetten in der Region verdoppelt

„Derzeit gibt es schon acht Palliativbetten im Klinikum Scheibbs. Mit den acht Betten in Amstetten verdoppeln wir die Kapazität. Damit wird eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten unter medizinischer Diagnostik, Therapie und Nachsorge implementiert und verbessert“, sind sich Pernkopf und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig einig.

Neben dem mobilen Palliativteam, das bereits im Klinikum angesiedelt ist, werde durch die neue Station ein weiterer Meilenstein in der Palliativversorgung für die Region Amstetten, das Mostviertel und damit für ganz Niederösterreich gesetzt.

Ester Steininger, Obfrau des Hospizfördervereins Amstetten, freut sich natürlich über die gute Nachricht, ist aber noch vorsichtig: „Wirklich glauben werde ich es erst, wenn die Station eröffnet wird. Seit 2003 bemühen wir uns darum und schon ein paar Mal hat das Land Zusicherungen gemacht. 2004 haben wir eine große Unterschriftenaktion gestartet und da hieß es dann, dass 2005 sechs Betten kommen werden, was aber nicht der Fall war. 2017 wurde angekündigt, dass es bis spätestens 2021 eine Station geben werde, und wieder trat das nicht ein“, erinnert die Ärztin.

Dass die acht Betten im Landesklinikum dringend benötigt werden, steht für sie außer Frage. „Derzeit betreut das Palliativteam die Patientinnen und Patienten auf den Stationen, aber dort können sie nicht lange bleiben, weil die Betten ja für Akutfälle benötigt werden. Dann müssen sie entweder nach Scheibbs, Lilienfeld oder Linz und das ist für die Betroffenen und die Angehörigen natürlich frustrierend.“

Bürgermeister Christian Haberhauer dankt Ester Steininger für ihr langjähriges Engagement und dem Land für die Entscheidung, eine Palliativstation in Amstetten zu installieren. „Sie bedeutet eine weitere Aufwertung für den Medizin- und Gesundheitsstandort Amstetten, ebenso wie das geplante Primärversorgungszentrum und der kürzlich eröffnete Bildungscampus im Landesklinikum Mauer.“

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