Erstellt am 31. August 2015, 08:32

von NÖN Redaktion

Käufer zahlte mit 500-Euro-„Blüten“. Serbe betrog Frau bei Autoverkauf. Polizei forschte ihn aus. In Wien klickten Handschellen.

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Schon am 5. Juni ist eine Frau einem Betrüger auf den Leim gegangen. Sie bot im Internet ihr Auto zum Verkauf an. Es meldete sich ein Interessent namens „Matej PAL“.

Zwanzig 500er-Scheine waren gefälscht

Nachdem man sich über den Kaufpreis einig war, leistete der Mann eine Anzahlung. Den Restbetrag übergab er der Verkäuferin bei der Abholung des Fahrzeuges in bar: Zwanzig 500-Euro-Scheine!

Er montierte Kennzeichentafeln auf das Auto, die sich später als in St. Pölten gestohlen herausstellten, und fuhr damit davon.

Als die Frau mit dem Geld aber zur Bank kam, erlebte sie eine böse Überraschung. Der Bankangestellte überprüfte die Scheine und stellte fest, dass es sich um Blüten handelte. Die St. Petererin erstattete sofort Anzeige bei der Polizei.

Täter konnte rasch ausgeforscht werden

Die Beamten leiteten gleich genaue und engagierte Erhebungen ein. Mittels eines Fingerabdrucks konnten sie den Käufer als den serbischen Staatsbürger Fljurim K. identifizieren und erwirkten einen Haftbefehl. Der Mann war vorläufig allerdings nicht auffindbar.

Am 28. Juli erwarb er allerdings in Mattersburg neuerlich ein Auto – und wieder mit gefälschten 500-Euro-Scheinen.

Aufgrund der Erhebungen, die im Juni von den Beamten aus St. Peter geleistet wurden, konnte das Landeskriminalamt (LKA) Burgenland rasch Fljurim K. als Täter ausforschen. Er wurde vom Opfer auch identifiziert. Beamten des LKA gelang es jetzt vor Kurzem, ihn in Wien in einer Wohnung festzunehmen. Sie übergaben ihn der Staatsanwaltschaft St. Pölten.

Das Auto der Frau aus St. Peter hat der Betrüger übrigens bereits an einen Autohändler weiterverkauft. Ob die Frau den Schaden ersetzt bekommt, wird das Gericht entscheiden müssen.