Kampf gegen den Schnee

Erstellt am 22. Jänner 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Dauereinsatz /  Die Mitarbeiter des Amstettner Bauhofs und der Straßenmeisterei Süd hatten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag alle Hände voll zu tun, um die Straßen zu räumen.
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Von Doris Schleifer-Höderl

AMSTETTEN / „Wir bemühen uns den Schnee so rasch wie möglich wegzuräumen, aber bei solchen Massen stoßen wir an unsere Grenzen. Dafür bitten wir um Verständnis“, sagt Manfred Führer, Fuhrbetriebsleiter des Bau- und Wirtschaftshofes. Ob der Schneefälle in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag waren seine Mitarbeiter im Dauereinsatz. Ab 2 Uhr nachts rückten 50 Leute mit 22 Geräten den Schneemassen zu Leibe. „Zwei Unimog machten die Siedlungsgebiete, zwei weitere das Zentrum sowie den Krautberg. Zudem haben wir den Maschinenring für die Außengebiete wie Schönbichl und Blindenmarkter Straße eingesetzt und im westlichen Bereich ist Franz Lueger am Haaberg, Boxhofen und Oiden unterwegs“, berichtet Führer. Die Stadt ist natürlich auch für das Räumen der Hauseinfahrten, der Parkflächen sowie der CityBus- und AST-Haltestellen zuständig. „Dazu sind unsere Handpartien pausenlos unterwegs. Sie arbeiten so schnell wie möglich, aber sie können natürlich nicht überall zugleich sein“, bittet Führer um Verständnis. Die Autofahrer bittet er, gesperrte Parkplätze bei der Deponie in Greimpersdorf auch wirklich frei zu halten. Denn wir müssen mit Baggern und Fräsen die Lkw beladen. Dafür benötigen wir Platz. Je barrierefreier wir arbeiten können, umso rascher ist der Schnee wieder aus der Stadt!“

Ebenfalls alle Hände voll zu tun hatten ab Mittwochabend die Mannen der Straßenmeisterei Amstetten Süd auf den Landes- und Bundesstraßen, wie Straßenmeister Josef Preuer den NÖN berichtet. „Normalerweise fahren wir bis 22 Uhr und in dieser Nacht gab es keine Pause. Insgesamt haben wir drei landeseigene Lkw sowie zwei Unimogs für die Salzstrecke im Einsatz und für die Splittstrecke kommen noch fünf Frächterlastkraftwagen hinzu. Somit sind mit dem motorisierten Streckendienst bis zu 17 Leute im Einsatz.“

Zu betreuen haben sie rund 220 Fahrstreifenkilometer mit Salz sowie 260 Kilometer mit Split. „Salz wird auf Landes- und Bundesstraßen gestreut, Splitt kommt nur auf den Landesstraßen zum Einsatz. In einer Winterperiode werden zwischen 1.000 und 2.000 Tonnen Auftausalz und rund ebenso viel Streusplitt benötigt. Dies hängt natürlich immer von der Witterung ab“, berichtet Preuer.

Die Schneeräumer 

 

Das Betreuungsgebiet auf der B1 reicht vom Kreisverkehr Kralowetz bis zum Kreisverkehr Oiden, und auf der B121 vom Kreisverkehr Höf bis zur Ybbsbrücke in Kematen. Zudem ist die Straßenmeisterei Süd für die Landesstraßen innerhalb der Gemeindegebiete von Amstetten, Neuhofen, Euratsfeld, Ferschnitz, St. Georgen und Winklarn zuständig.

Die Männer geben ihr Bestes, die Straßen so rasch wie möglich für den Autoverkehr passierbar zu machen. „Nur bei extremen Schneefällen kann es zu Verzögerungen kommen. Ein Lkw hat nämlich zirka 60 Kilometer Fahrstreifen zu betreuen, dafür ist eine gewisse Umlaufzeit zum Räumen und Streuen erforderlich. Zwischendurch muss dann auch das Streugut neu geladen werden“, sagt der Straßenmeister.

Am 17. Jänner hat Streckendienstfahrer Martin Taschl um halb sechs Uhr eine Straßenzustandsmeldung durchgegeben, die anschließend nach St. Pölten in die Winterdienstzentrale weitergemeldet wurde. Der Ferschnitzer ist bereits seit fünf Jahren als Streckendienstfahrer im Einsatz. „Mein normaler Dienst geht immer von 2 bis 12 Uhr. Bei Ausnahmesituationen fange ich aber schon um 0 Uhr an. Bei Dienstbeginn wird immer zuerst im Internet die Wetterprognose abgefragt, dann fahre ich sämtliche Strecken ab, um mir einen Überblick zu verschaffen. Danach koordiniere ich gemeinsam mit dem Einsatzleiter den Winterdiensteinsatz und teile die Fahrzeuge ein.“

Leopold Küllinger und Christian Hinterdorfer waren am vergangenen Donnerstagvormittag auf der L90 von Allersdorf bis Seisenegg sowie auf der B1 vom Kreisverkehr Allersorf bis zum Kreisverkehr Kralowetz im Einsatz. „Super ist, dass die Autofahrer so diszipliniert unterwegs waren und daher wenig passiert ist“, erklärten die beiden der NÖN am Donnerstag um knapp nach 9 Uhr. „Die Autofahrer haben sich offenbar an die Wetterprognosen gehalten und sind nur ausgefahren, wenn es unbedingt notwendig war.“

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