Kampf wurde belohnt

Erstellt am 07. Oktober 2013 | 08:44
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 66118
Foto: NOEN
Umsetzung / 2006 gründeten Seitenstettner Aktivisten die Initiative „Radweg Trefflingtal“ für einen sicheren Schulweg. In sechs Abschnitten wird der 7,4 Kilometer lange Weg nun realisiert.
Werbung
Von Daniela Rittmannsberger

Idyllisch schlängelt sich durch das Trefflingtal der gleichnamige Fluss, Wälder säumen das Landschaftsbild. Eigentlich ideal geeignet für einen Ausflug mit dem Fahrrad, lauern dort verkehrstechnisch aber viele Gefahren. Wegen unübersichtlicher Kurven und kaum einsehbarer Stellen. Anrainer schlossen sich deshalb schon 2005 zur Bürgerinitiative „Radweg Trefflingtal“ zusammen. Innerhalb kürzester Zeit sammelten die Aktivisten 450 Unterschriften für das Projekt. Doch trotz ihres Einsatzes konnte das Vorhaben nicht umgesetzt werden. Die Bürger gaben aber nicht auf und einige Jahre später wurde die Sache neu aufgerollt, wie sich Gemeinderat Johann Spreitzer erinnert: „Es wurde überlegt den Radweg als einen Güterweg zu errichten. Hier gab es aber zum einen Probleme mit den Grundstückseigentümern, andererseits hätte die Nutzung durch die Bauern wiederum eine Gefahr für die Radfahrer dargestellt.“

Vergangenen Herbst konnte die Initiative dann mit Rückhalt der Gemeinde aber endlich den Entwurf einreichen. Im Frühjahr kam die positive Nachricht: Der gesamte Radweg, der sich über 7,4 Kilometer im Treffingtal erstrecken wird, wurde bewilligt. Mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Straßenmeisterei St.Peter/Au nimmt die Gemeinde Seitenstetten das Projekt nun in Angriff. Anfang Oktober erfolgte der Spatenstich der Brücke in Steinau, wo der erste Teil errichtet wird. „In insgesamt sechs Bauabschnitten wird der Geh,- und Radweg verwirklicht. Pro Jahr wird voraussichtlich ein Abschnitt fertiggestellt, wobei die Umsetzungsdauer von den vorhandenen finanziellen Mitteln der Gemeinde abhängig ist“, erklärt Spreitzer.

Parallel zum Radweg wird eine Umfahrung errichtet, die ab der dritten Ausfahrt des Seitenstettner Kreisverkehrs bis hin zu der Straße nach St. Michael führt. Ab dort startet dann auch der Radweg, der durch das gesamte Trefflingtal führt.

Vor allem für die rund 60 Kinder, die in diesem Gebiet wohnen und zu Fuß oder mit dem Rad den Weg zur Bushalltestelle zurücklegen, bedeutet das für die Zukunft mehr Sicherheit. „In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu höchst gefährlichen Situationen am Schulweg der Kinder“, berichtet der Leiter der Initiative, Karl Hirtenlehner.

Doch nicht nur das: Zahlreiche Unfälle und sogar zwei Todesfälle waren zu beklagen. Ein 1,8 Meter breiter Weg auf der linken Straßenseite, wird hier mehr Sicherheit zu gewährleisten. Zusätzlich werden Buswartehäuschen als Unterstellmöglichkeiten für die Kinder errichtet. „Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Projekt nun umgesetzt wird. Wir wollen uns vor allem bei allen bedanken, die uns bei der Umsetzung so tatkräftig unterstützt haben und bei den Grundeigentümern, die uns den Grund zu Verfügung gestellt haben“, sagt Hirtenlehner. Mit der Erbauung des Geh- und Radweges hat die Bürgerinitiative nach insgesamt sieben Jahren endlich erreicht, wofür sie schon so lange kämpfte: Sicherheit für ihre Kinder.

Werbung