Einfriedung des Landesklinikums Mauer ist desolat. Ehemaliger Landesbaudirektor weist auf den kritischen Zustand eines „bemerkenswerten Baudenkmales“ hin.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:21)
Die Einfriedung des Landesklinikums Mauer ist desolat. Eine Sanierung der Jugendstilsäulen und der Eisenelemente mit floralem Dekor ist derzeit nicht in Sicht. Foto: Knapp
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Das Landesklinikum Mauer ist ein bedeutendes Jugendstilbauwerk. Das Land hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder große Summen in die Sanierung gesteckt.

„Leider gilt das aber nicht für alle Bauteile, denn wenn man den Zustand der straßenseitigen Einfriedung betrachtet, so muss man leider feststellen, dass sich diese in einem solch desolaten Zustand befindet, dass deren Sanierung fast nicht mehr möglich sein wird“, klagt der ehemalige Landesbaudirektor Peter Kunerth.

Dabei sei gerade diese etwa 120 Meter lange Einfriedung mit ihren Jugendstil-Säulen und den reich gegliederten eisernen Feldern mit ihrem floralem Dekor eines der bemerkenswertesten Baudenkmäler dieser Zeit. „Mir ist unerklärlich, dass man den Verlust dieses Kulturguts einfach hinnimmt, und auch das Bundesdenkmalamt, das sonst eigentlich immer sehr hart durchgreift, dazu schweigt“, sagt Kunerth.

Der kaufmännische Direktor Robert Danner betont, dass das Klinikum bezüglich Einfriedung mit dem Land und der Gesundheitsagentur im Gespräch sei. „Bisher haben unsere Bemühungen zwar noch nichts gefruchtet, aber wir werden natürlich auch weiterhin auf eine Sanierung drängen“, sagt er.