Pause bei Ansteckungen im Bezirk Amstetten. Es ist zumindest ein kleiner Lichtblick, auch wenn er im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht wirklich etwas zu bedeuten hat: Nachdem der Bezirk von Samstag auf Sonntag und Sonntag auf Montag, mit jeweils elf Fällen, die höchste Ansteckungsrate in NÖ aufwies gab es von Montag auf Dienstag laut Information des NÖ Sanitätsstabs KEINE neuen nachgewiesenen Fälle. Das kann morgen aber natürlich schon wieder ganz anders sein, denn es sind noch viele Testergebnisse ausständig.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 17. März 2020 (12:30)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Coronavirus, Virus, Krankheit, Spritze, Medikamente, Medizin, Symbolbild
Symbolbild
Shutterstock/airdone

Hotspot der Ausbreitung ist im Bezirk die Gemeinde Ardagger, auch in St. Georgen am Ybbsfelde sind Fälle bekannt und gestern erreichte das Virus auch die Gemeinde Opponitz im Ybbstal. In Waidhofen an der Ybbs fanden Testungen statt, auch in Amstetten.

Mindestens 200 Menschen, vermutlich mehr, dürften im Bezirk aufgrund des Coronoavirus derzeit vorsorglich in häuslicher Quarantäne sein. Eine genaue Zahl gibt es dazu von den Behörden nicht. 

Insgesamt sind im Bezirk 31 infizierte Personen registriert. Das ist nach dem Bezirk Korneuburg ohnehin die höchste Zahl an Kranken in Niederösterreich.

Laut Auskunft der Landespolizeidirektion werden die Ausgangsbeschränkungen von den Bürgern im Bezirk eingehalten: "Die Leute sind da im Augenblick doch sehr diszipliniert. Die Kollegen kontrollieren natürlich vermehrt Hotspots wie Parks und Spielplätze. Bisher gab es keine Probleme", sagt Pressesprecher Raimund Schwaigerlehner. Die Polizisten sind derzeit auch angehalten zu informieren und zu deeskalieren. Sollte sich im Laufe der Wochen die Lage zuspitzen, dann könnten bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen aber theoretisch auch Strafen verhängt werden. 

Die Polizei stellt derzeit auch noch an Personen, die mit Erkrankten in Kontakt gekommen sein könnten und für die Behörde nicht erreichbar sind, "Absonderungsbescheide" zu - also die Aufforderung das Haus nicht zu verlassen. Wenn deren Zahl steigt, dann könnten derartige Anweisungen an die betroffenen Bürger aber auch auch telefonisch erfolgen.