Insolvente Moschee in Niederösterreich gerettet. Die insolvente Moschee in Kematen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) ist gerettet. Die Gläubiger hätten dem 100-Prozent- Sanierungsplan zugestimmt, berichtete Creditreform am Dienstag. Bis 1. August müssen demnach die offenen Forderungen bezahlt werden.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 02. April 2019 (12:23)
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Die Moschee in Kematen sei nach knapp vier Monaten erfolgreich saniert, teilte Stephan Mazal von dem Gläubigerschutzverband mit.

Im Dezember 2018 war wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsabgaben über das Vermögen des Trägervereins ein Konkursverfahren eröffnet worden. Unter Aufsicht des Insolvenzverwalters sei die Moschee fortbetrieben, die Finanzen seien in Ordnung gebracht worden.

Bei der Sanierungsplantagsatzung am Dienstag sei der angebotene Sanierungsplan von 100 Prozent angenommen worden, so Creditreform. "Die Sanierung eines Gotteshauses mit völliger Bezahlung aller Schulden ist einzigartig", betonte Mazal. Die Quote soll durch Spenden der Gläubigen aufgebracht werden.

Bei der Moschee handelt es sich um ein ehemaliges Motel an der Ybbstal Bundesstraße (B121). Die Schulden seien nicht hoch, hieß es nach der ersten Gerichtstagsatzung vom 12. März. Damals war von zwei Gläubigern mit Forderungen von 6.150 Euro die Rede. Eine mehrmonatige Abwesenheit des Vereinsobmanns habe zur Vernachlässigung der wirtschaftlichen Angelegenheiten geführt.