Freispruch: Es liege keine Fahrlässigkeit vor

Im Fall um ein Baby, das sich Anfang Mai in Mauer mit der Schnur einer Jalousie stranguliert hatte, sind die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Mutter durch die Staatsanwaltschaft St. Pölten eingestellt worden.

Erstellt am 17. Juli 2019 | 13:13
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Prozess Gericht Symbolbild
Der Angeklagte wurde zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt.
Foto: Shutterstock.com/Billion Photos

Der Frau könne "kein Fahrlässigkeitsvorwurf" gemacht werden, sagte Leopold Bien, der Sprecher der Anklagebehörde, am Mittwoch auf APA-Anfrage.

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Die Mutter hatte das acht Monate alte Mädchen am 7. Mai im Gitterbett schlafen gelegt. Als sie ihre Tochter nach etwa zwei Stunden wecken wollte, fand sie das Baby leblos vor - mit der Schnur um den Hals. Reanimationsversuche des umgehend alarmierten Notarztes scheiterten.

Der Säugling zog sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft in dem Gitterbett auf und erwischte die Schnur. Die Jalousie dürfte vor längerer Zeit von der Wand gefallen sein und lag auf einem Heizkörper. Eine Obduktion, die keine Hinweise auf Fremdverschulden ergab, bestätigte diesen Unfallhergang.