Firmung mit Abstand in Amstetten. Ohne Gesang und mit Zwei-Meter-Abstand werden in der Pfarre Herz Jesu in Amstetten heuer zwei Firmungen gefeiert.

Von Peter Führer und Wolfgang Zarl. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:23)
Michaela Böldl berichtet über die Vorbereitungen zur Firmung.
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Die Pandemie wirkt sich auch auf die Firmungsfeiern aus. Schon im Vorjahr kam es hier zu Absagen. Und auch heuer müssen die Pfarren flexibel reagieren.

Michaela Böldl (44), seit September 2020 diplomierte Pastoralassistentin in der Pfarre Herz Jesu Amstetten, ist als Ansprechperson für die Erstkommunions- und Firmvorbereitung aktiv. Sie betreut heuer 28 Firmkandidaten im Alter von 14 Jahren.

„Die Herzensbildung der Kinder und Jugendlichen – unserer Zukunft – ist mir ganz wichtig. Da ich selbst Mutter von drei Kindern bin (14,16 und 18 Jahre alt), sind mir ihre Anliegen vertraut. Ich nehme die Jugend sehr ernst und schätze ihre Denkweisen und die oft noch unverdorbene, direkte Art“, klärt sie über ihr Engagement auf.

Die Firmkandidaten von 2020 feiern ihre Firmung zu Pfingsten (23. Mai). Ihre Firmung wurde schon drei Mal verschoben. Die Firmkandidaten für 2021 haben erst im Jänner mit der Vorbereitung begonnen und werden voraussichtlich am 26. Juni gefirmt. „Dieses ewige Vertrösten und Dahinziehen der Firmvorbereitung tut ihnen, so sehen wir es, nicht gut. Es ist sehr wichtig, etwas richtig abschließen zu können“, ist Böldl überzeugt.

Die Feiern selbst können dank der Größe in der Pfarrkirche abgehalten werden. Es gilt Zwei-Meter-Abstand, zudem wird es gesperrte Sitzreihen geben. Die Gäste-Anzahl ist limitiert. „Leider dürfen wir nicht singen, was ohnehin mit der FFP2-Maske fast unmöglich ist. Die Musik übernimmt daher eine kleine Band, die aber ganz toll ist und uns den Rahmen verschönert“, sagt Böldl. Durch die wärmeren Temperaturen könne man dann auch in den Pfarrgarten ausweichen.

Die Vorbereitungen für das Sakrament starteten heuer im Jänner. Zunächst stand hier ein umfangreicher Glaubensgrundkurs auf dem Programm, bei dem Fragen über Gott und die Welt aufgegriffen wurden und darüber philosophiert wurde. „In diesem mehrwöchigen Kurs erfährt man auch Gemeinschaft. Leider musste das Essen heuer ausfallen und wir durften uns nur online treffen. Unter ‚normalen‘ Umständen finden auch immer ein Spirit-Day und ein Firmlings-Patennachmittag statt, der sehr beliebt ist“, berichtet Michaela Böldl. Es sei wichtig, dass die Jugendlichen Kirche als modern und gleichzeitig als einen Ort der Vertiefung erfahren.

Carolin Baumgartner blickt dem Festtag ihrer Firma jedenfalls bereits erfreut entgegen.

„Die Firmvorbereitung in unserer Pfarre war sehr gemütlich und interessant. Die ersten Treffen begannen glücklicherweise gemeinsam mit einer kleinen Jause, danach mussten wir leider auf den online-Unterricht umsteigen. Die wenigen persönlichen Firmstunden reichten jedoch, um neue Freundschaften zu knüpfen. Wir wurden von unseren Firmhelfern Michaela und Michael liebevoll unterstützt und sehr gut auf die Firmung vorbereitet“, erklärt sie und hofft, dass die Firmung nun nach dem dritten Mal verschieben am 23. Mai stattfinden kann.

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