Aus für letzte Ölheizungen in St. Peter/Au

Erstellt am 02. Mai 2022 | 06:15
Lesezeit: 2 Min
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Die alten Ölkessel in Kürnberg und St. Michael werden durch klimafreundliche Pelletsanlagen ausgetauscht. Darüber freuen sich (von links) Bürgermeister Johannes Heuras, Planer Gemeinderat Matthias Mayer, Ortsvorsteher Josef Streißlberger und Umweltgemeinderat Andreas Gruber.
Foto: Hummer
Gemeinde St. Peter stellt Kindergarten St. Michael und Volksschule Kürnberg um.
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Durch den Ukrainekrieg und die damit steigenden Energiekosten ist die Thematik rund um die Initiative des Landes Niederösterreich „Raus aus dem Öl“ aktueller denn je.

„Wir wollen als klimafreundliche Gemeinde ein Vorbild sein und mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Bürgermeister Johannes Heuras. „Bereits im Vorjahr haben wir die Weichen für den Ausstieg aus dem Öl gestellt und der Austausch der letzten beiden Ölheizungen in öffentlichen Gebäuden – dem Kindergarten in St. Michael und der Volksschule in Kürnberg – geplant und budgetiert.“ Federführend involviert in die Planung der beiden Vorhaben war Gemeinderat Matthias Mayer mit seiner Fachexpertise. Die Ausschreibung ist erfolgt, in der nächsten Vorstandssitzung wird die Vergabe der Gewerke beschlossen.

Im Keller des Kindergartens St. Michael ist aktuell eine Heizungsanlage mit Ölkessel und Tanks situiert. Über diese Anlage werden zusätzlich zum Kindergarten mehrere Wohnungen, das Pfarrheim und das Vereinshaus von Musik und Freiwilliger Feuerwehr versorgt. „Die Ölheizung wird gegen eine Pelletsanlage getauscht. Im Vereinshaus wird ein Pufferspeicher errichtet und die Regelung der Fernleitung wird adaptiert. Die Anlage im Vereinshaus selbst wird so vorbereitet, dass ein späterer Umschluss auf eine eigene Luft/Wasser-Wärmepumpenanlage möglich ist“, informiert Umweltgemeinderat Andreas Gruber.

Auch die alte 10.000-Liter-Ölheizung in der Volksschule Kürnberg wird durch ein Pelletsmodell mit einer Leistung von 45 kW samt Pufferspeicher ersetzt.

Insgesamt investiert die Gemeinde 60.000 Euro in die beiden Anlagen. Rund 18.000 Liter Heizöl und damit 30 Prozent an Heizkosten können künftig pro Jahr eingespart werden.

„Als Umweltgemeinderat freut es mich, dass wir mit diesen beiden Projekten auf nachhaltige, klimafreundliche Heizformen setzen. Damit tun wir in St. Peter einen wichtigen Schritt hin zur Klimaneutralität“, betont Andreas Gruber.

Der künftige Fokus der klimafreundlichen Gemeinde wird auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen, Energieeinsparungsmaßnahmen durch die Umrüstung auf LED und auf die Förderung des ressourcenschonenden Umgangs mit Wasser gelegt.

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