Bürgerlisten-Mann Kunz: Petition für weiteres MRT-Gerät

Norbert Kunz (Bürgerliste) startet Unterschriftenaktion für ein MRT-Gerät im Röntgeninstitut Stadlbauer. Gebietskrankenkasse verweist auf Großgeräteplan.

Erstellt am 04. April 2018 | 06:34
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Norbert Kunz von der Bürgerliste fordert, dass im Röntgeninstitut Amstetten in Zukunft ein MRT-Gerät zur Verfügung stehen soll.
Foto: Peter Führer

Die Forderung nach einem Magnetresonanz-Tomographiegerät (MR) in der Radiologie Amstetten – Dr. Stadlbauer, Dr. Jülg & Partner – ist nicht neu und wurde bereits vor einigen Jahren geäußert. Nun will Norbert Kunz von der Bürgerliste das Thema wieder ins Gespräch bringen und eine Unterschriftenaktion starten.

Wartezeiten „bei dringenden Fällen nicht zu akzeptieren“

„Es gibt für den Bezirk Amstetten zwar die Möglichkeit, im Spital und in Waidhofen MRT-Untersuchungen durchzuführen, aber dafür gibt es Wartezeiten von bis zu vier Wochen. Uns erreichen diesbezüglich wieder vermehrt Beschwerden. Das ist vor allem bei dringenden Fällen nicht zu akzeptieren. Bei älteren Menschen kommt das Problem dazu, dass sie weniger mobil sind und nicht einfach alleine nach Waidhofen oder St. Pölten fahren können. Wir fordern daher, dass dem Röntgeninstitut ein MRT-Gerät bewilligt wird“, betont Norbert Kunz.

Nach Ostern werde er mit seinem Team eine Unterschriftenaktion starten. Die Petition soll bei Ärzten und auch bei diversen Unternehmen aufgelegt werden, deren Einverständnis natürlich vorausgesetzt.

Als weiteres Argument für ein zusätzliches MRT-Gerät in Amstetten führt Kunz die langen Fahrtstrecken ins Rennen. „Überall wird einem gesagt, wir fahren zu viel mit dem Auto, das belastet die Umwelt. Aber dass man dann für eine vielleicht dringend notwendige zeitnahe Untersuchung von Amstetten nach Waidhofen muss, ist offenbar kein Problem.“ Alleine das große Einzugsgebiet von Waidhofen rechtfertige zudem eine Entlastung. Dorthin kämen, so Kunz, die Patienten sogar aus Wildalpen (Steiermark), das eine Stunde Fahrtzeit entfernt liegt. „Und im Bezirk Amstetten leben 115.000 Einwohner. Ich denke, ein weiteres MRT-Gerät ist mehr als notwendig.“

Auf die Unterschriftenaktion angesprochen, verweist Dr. Andreas Stadlbauer darauf, dass sein Institut nicht im Stellenplan enthalten sei. „Die Entscheidung, ob wir MRT-Untersuchungen durchführen können, fällen die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse und die Landes- und Bundespolitik. Letztlich kann ich das nicht beeinflussen.“


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