Der Schritt aus dem Schatten. Ingrid Vogl über den rot-weiß-roten Heimsieg bei der Spring Bowl.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 19. Mai 2014 (10:13)

Drei Jahre lang stand die Spring Bowl in Amstetten ganz im Zeichen von Barbara Haas. Alles drehte sich beim traditionsreichen Nachwuchsturnier nur um die als größte österreichische Tennishoffnung gehandelte Weyrerin.

Selbst höchst erfolgreich spielende Niederösterreicher wie Lucas Miedler oder Lokalmatador Dominic Weidinger mussten sich damit abfinden, hinter ihr stets nur die zweite Geige zu spielen und in ihrem Schatten zu stehen. Mit Mühe gelang dem Youngster im Vorjahr am ehemaligen Trainingsgelände der von allen erwartete Heimsieg. Dafür benötigte Haas drei Anläufe.

Im Jahr eins nach Haas erwartete man sich von den Österreichern wenig. Schon gar nicht einen Turniersieg, nachdem ja sogar Haas darauf hatte warten müssen. Bei den Burschen stand heuer kein einziger aus eigener Kraft im Hauptbewerb und auch bei den Mädchen wurden die Österreicherinnen nicht unbedingt als Sieganwärterinnen gehandelt.

Doch sie belehrten alle Zweifler eines Besseren. Und das gleich doppelt, denn mit Lena Reichel gewann eine Österreicherin und auch ihre Finalgegnerin war eine Landsfrau. Ein ziemlich eindeutiges Indiz dafür, dass auch im Tennis Schattenpflanzen manchmal sehr gut in der Sonne gedeihen.