Die Jahre gingen schnell vorbei. Peter Führer überdas kurze Gastspiel von Alex Bauer in Gaflenz.

Von Peter Führer. Erstellt am 27. Oktober 2014 (10:34)

„Er ist ein junger und ehrgeiziger Trainer, der uns mit seinem Konzept überzeugt hat. Das Gesamtpaket hat gepasst.“ Kein Geringerer als Gaflenz-Obmann Günther Kellnreitner fand im NÖN-Gespräch Anfang Jänner dieses Jahres diese Worte für den neu verpflichteten Cheftrainer Alex Bauer. Über die Dauer der Zusammenarbeit gab man sich damals bei der Sportlichen Leitung des Landesligisten optimistisch. Die Rede war von zwei bis drei Jahren. Bauer und Gaflenz —  eine Liebesheirat?

Nun hat sich herausgestellt, dass das Konzept, das zu Beginn noch so überzeugt hat und die Chemie zwischen Bauer und der Vorstandsebene doch nicht so gut gepasst haben. Interne Unstimmigkeiten und der andauernde sportliche Misserfolg sägten schon wochenlang an den Nerven. Nun zog Bauer die Reißleine und verabschiedete sich selbst aus Gaflenz.

Sein Abgang zeigt: Selbst die auf den ersten Blick perfekte und zum Verein passende Spielidee kann scheitern, wenn die handelnden Personen ziemlich oft nicht am selben Strang ziehen und sich uneinig über die sportliche Ausrichtung des Vereines sind. Bauers Abgang zeigt auch: Der Fußballsport ist und bleibt schnelllebig. Da können aus zwei bis drei Jahren schnell auch nur ein paar Monate werden.