Einmal auch etwas Positives. Über den Verkauf des Fernwärmewerks in Biberbach.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. November 2020 (02:31)

Die Zukunft des Fernwärmewerks hat in Biberbach in den letzten Monaten sicher nicht nur Bürgermeister Fritz Hinterleitner unruhige Nächte beschert. Denn es drohte letztlich sogar ein Aus für das einstige umwelttechnische Vorzeigeprojekt in Niederösterreich. Eine Sanierung (samt Leitungsnetz) mit Kosten von 4,5 Millionen Euro hätte die Gemeinde auch mit Landesförderung nicht stemmen können.

Ein Glück also, dass sich Interessenten für die eigentlich als unverkäuflich geltende Anlage meldeten. Dass letztlich der ortsansässige Bieter den Zuschlag erhielt, überrascht nicht wirklich. Die Biberbacher hätten es wohl nicht goutiert, wenn ihre Fernwärme an einen französischen Konzern verkauft worden wäre. Dass Paul Latschenberger mit seiner Seitenstetten Fernwärme GmbH eine Finanzierung für das Mammutprojekt aufstellen konnte, liegt nicht zuletzt an der Coronaförderung. Zumindest einmal bewirkt die Pandemie also auch etwas Positives.