Favoritenrolle wird abgelehnt. Über den Weg von Wallsee zum derzeitigen Erfolg.

Von Friedrich Brandstetter. Erstellt am 16. April 2019 (09:37)

Rückblende. Wallsee kämpfte in der vergangenen Saison gegen den Abstieg. Als Aufsteiger in die erste Klasse durfte man dies sogar als normal bezeichnen. Schon damals machte Spielertrainer Pren Zefi die mangelnde Chancenauswertung zum Großteil dafür verantwortlich. Nun, der Klassenerhalt wurde geschafft, die Ziele für diese Meisterschaft definiert. Mitspielen hieß die Devise.

Ja, das macht der Herbstmeister und aktuelle Tabellenführer derzeit ganz ordentlich. Sieben Punkte Vorsprung, drei Siege im Frühjahr. Was aber macht den Unterschied aus? Zum einen glückte mit der Verpflichtung von Stürmer Vratislav Gajdos ein echter Goldgriff. Der ehemalige Profiboxer dürfte zwar kein leichter Charakter sein, aber das zeichnet ja Könner mitunter aus. Und da wäre auch noch Spielertrainer Pren Zefi, der jede Partie in der ersten Reihe miterlebt, immer wieder Verbesserungen fordert. Noch im vergangenen Sommer war er kein Fan, wenn es um das Halten von Robert Fiala im Kader ging. Zu wenig Durchschlagskraft attestierte er ihm. Aber auch Fiala ist nun Teil eines starken Kollektivs. Fazit: Bis jetzt alles richtig gemacht, oder wie es Funktionär Johannes Huber auf den Punkt bringt: „Mit dem heutigen Sieg gegen Gottsdorf haben wir den Klassenerhalt einmal gesichert.“