Guter Wille ist Voraussetzung. Hermann Knapp über die Aufnahme von Flüchtlingen in den Gemeinden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. September 2014 (09:14)
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Stellen wir uns vor, in Österreich würde ein Bürgerkrieg toben, oder wir würden wegen unserer politischen Einstellung verfolgt – manche Zeitzeugen haben es ja noch am eigenen Leib erlebt. Wären wir dann nicht auch froh, wenn uns ein anderes Land einen sicheren Ort bieten würde, wo wir mit unseren Kindern ohne Angst leben könnten?

Das sollten wir bei der Diskussion über die Aufnahme von Flüchtlingen immer im Hinterkopf haben. Krisenherde gibt es leider genug auf der Welt, ob in Syrien oder der Ukraine.

Tatsächlich sollten für jede Gemeinde im Bezirk ein, zwei Flüchtlingsfamilien verkraftbar sein. Voraussetzung ist natürlich, dass es eine geeignete Unterkunft gibt und – wie auch Gemeindeverbandsobmann Hannes Pressl fordert – den Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben wird, zu arbeiten. Wie Integration funktionieren kann, zeigt zurzeit die Gemeinde Weistrach. Dort wird eine Flüchtlingsfamilie im Pfarrhof beherbergt. Dass das Zusammenleben klappt, hat vor allem einen Grund: guten Willen von beiden Seiten.