Kleine Schritte für den Erfolg. Über die Kritik der zu hohen Erwartungshaltung.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 29. Oktober 2019 (00:54)

Zum zweiten Mal in Folge gab der SKU Amstetten in der 2. Liga eine Führung aus der Hand. Ergebnistechnisch bitter, doch wer die Spiele gegen Lafnitz und Linz verfolgt hatte, der weiß, dass die Unentschieden gerecht waren. Den SKU-Kickern gelang es nicht nachzulegen und die Konkurrenten aus der Steiermark und Oberösterreich waren spielerisch jeweils überlegen.

Ein Umstand, den laut Trainer Jochen Fallmann nicht jeder im Umfeld von Amstetten realisiert hat. Mit Sicherheit hat der SKU im Sommer einen der stärksten Kader in der Vereinshistorie aufgestellt. Doch bei genauerem Hinsehen ist ein Umstand ebenfalls nicht außer Acht zu lassen.

Der SKU ist Vorletzter in der Tabelle in Sachen Budget. Diesen Drahtseilakt haben die Verantwortlichen zu bezwingen. Dass dann in einem Duell gegen eine Mannschaft wie Blau-Weiß Linz, die wie eine Profimannschaft geführt wird, nicht immer die Dominanz vorhanden ist, sollte auch dem kleinsten Fußballfan klar sein. Außerdem ist die 2. Liga immer näher zusammengewachsen. Da reicht nur ein Blick auf die Tabelle. Der 14. GAK ist nur sechs Punkte vom Tabellendritten Austria Lustenau entfernt.

Amstetten macht im Moment kleine Schritte in Richtung Profigeschäft, die nicht gleich zu sehen sind. Aber besser kleine Schritte als Stillstand.