Corona und ein Tiefschlag. Über die wirtschaftlichen Turbulenzen im Bezirk Amstetten.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. September 2020 (05:12)

Dass die Coronakrise sich zu einer veritablen Wirtschaftskrise auswachsen wird, war schon im Frühjahr klar. Jetzt werden im Bezirk die Auswirkungen so richtig spürbar. Die Firma Lisec hat ja schon begonnen Mitarbeiter „freizusetzen“ – bis zu 150 dürften es bis Jahresende sein.

In der Vorwoche erklärte nun auch die Firma Umdasch-Doka, dass kein Weg an einem Personalabbau vorbeiführe. 300 Jobs sollen eingespart werden. Man muss befürchten, dass all dies nur die Spitze des Eisbergs ist und auch noch andere Firmen die Zahl ihrer Mitarbeiter reduzieren werden. Noch greift das Instrument der Kurzarbeit, aber wie lange?

Dass gerade in dieser Situation der MAN-Konzern, wo viele Menschen aus dem Bezirk beschäftigt sind, ankündigt, den Standort Steyr mit 2023 schließen zu wollen, ist natürlich ein besonderer Tiefschlag – vor allem auch deshalb, weil das Management zugleich verkündet, dass große Teile des Werkes nach Polen und in die Türkei verlagert werden sollen.