Der Deal wirft viele Fragen auf. Über den Kauf der Forstheide durch die Stadt Amstetten.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. November 2019 (05:00)

SPÖ und Grüne feiern den Kauf der Forstheide als großen Erfolg. Viele Anrainer und die Bürgerinitiative „Rettet die Forstheide“ sehen das bestimmt auch so. Die Schnelligkeit, mit der der Deal, bei dem es um 3,9 Millionen Euro Steuergeld geht, durch den Gemeinderat gepeitscht wurde, macht ihn auf jeden Fall zu einem Politikum. Die ÖVP argwöhnt wohl zurecht einen Zusammenhang mit der nahen Gemeinderatswahl.

Seltsam ist vor allem der Passus im Vertrag, dass die Stadt nach 2035 Umwidmungen in der Forstheide nur mit Zustimmung Hatscheks oder seiner Rechtsnachfolger vornehmen darf. Ob man damit künftigen Verantwortungsträgern nicht einen Bärendienst erweist?

Unklar ist auch, was die Bewirtschaftung des Waldes die Stadt kosten wird.

Sicher ist hingegen: Die Causa wird im Wahlkampf noch für heftige Debatten sorgen. Ob der Kauf nun Segen oder Fluch für die Stadt ist, werden aber wohl erst spätere Generationen wirklich ermessen können.