Amstetten

Erstellt am 06. November 2018, 05:32

von Peter Führer

Der Neid ist fehl am Platz. Peter Führer über den Einsatz von Zivildienern in der Landwirtschaft

Wenn Zivildiener bei Notfällen in der Landwirtschaft eingesetzt werden, dann kann das bei dem einen oder anderen für Neid sorgen. So geschehen bei der Familie Haag in Kollmitzberg. Dort hilft ein Zivildiener nach einem schweren Forstunfall des Mannes mit, den Betrieb weiterzuführen. In den „sozialen“ Medien stößt diese Tätigkeit nicht auf ungeteilte Zustimmung. Dort gab es etwa die Äußerung, dass nicht nur Landwirte in Notfällen Hilfe gebrauchen könnten. Auch andere Familien kommen – wenn ein Elternteil länger ausfällt – mitunter ins Straucheln. Das stimmt natürlich. Und vielleicht kann in Zukunft das mögliche Tätigkeitsfeld von Zivildienern auch noch erweitert werden. Auf eine Neiddebatte sollte man bei einem derart schweren Schicksalsschlag allerdings verzichten. Wenn es schon einen verpflichtenden Grundwehr- oder Zivildienst geben muss – und darüber kann man sicher streiten – dann ist es gut, wenn dieser für einen sinnvollen Zweck genützt wird. Hilfe bei gravierenden Notfällen bei landwirtschaftlichen Betrieben ist sicher einer davon.