Die Gemeinden haben es schwer. Über die Ärztemisere und notwendige Maßnahmen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 13. August 2019 (05:00)

Ob es Sinn macht, sich über den Wochenenddienst der Ärzte politisch in die Haare zu geraten, sei dahingestellt. Dass die ÖVP in Amstetten da jetzt vorprescht und die SPÖ kritisiert, mag durchaus dem nahen Nationalratswahlkampf geschuldet sein.

Doch weder Landesrätin Königsberger-Ludwig noch Stadtchefin Puchebner haben es letztlich in der Hand, die Misere zu beenden. Da muss schon an ganz anderen Schrauben gedreht werden. Vor allem gilt es, die Allgemeinmedizin für die Medizinstudenten wieder attraktiver zu machen. Da braucht es neue Arbeitszeitmodelle ebenso wie eine bessere Entlohnung. Diese Erkenntnis ist aber nicht neu und entsprechende Bemühungen sind ja im Gange.

Die Gemeinden selbst tun sich schwer, praktische Ärzte zu gewinnen, selbst wenn sie Zuckerl anbieten. Das zeigen die Beispiele Mauer, Seiten-stetten, St. Georgen am Ybbs-felde etc. Das einzige Lockmittel, das wirklich wirkt, ist eine Hausapotheke. Doch davon gibt es nicht mehr so viele.