Eine große Herausforderung

Hermann Knapp über die geplanten Deutschförderklassen.

Erstellt am 08. Mai 2018 | 05:12
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Ob die Deutschförderklassen nun der große Wurf sind, den sich die Regierung in Sachen Integration erhofft, darüber lässt sich trefflich streiten. Skeptiker werfen ein, dass durch die Separierung von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse in eigene Klassen, eher das Gegenteil erreicht werden wird.

Tatsache ist, dass die Deutschförderklassen sowohl die Lehrer als auch Schüler vor neue, große Herausforderungen stellen werden. Flexibilität wird auch von den Kindern gefordert sein, die die Regelklassen besuchen – denn in Zeichnen, Musik und Turnen werden ja dann doch alle Schüler wieder vereint.

Gebildet werden müssen Deutschförderklassen ab acht Schülern mit Förderbedarf. Maximal könnten 25 Schüler eine derartige Klasse besuchen. So viele werden es wohl nicht sein, aber gehen wir einmal von 15 aus. Kann ein Lehrer so viele Kinder nichtdeutscher Muttersprache gleichzeitig wirklich noch ausreichend sprachlich fördern?

Wie dem auch sei: Man muss den Förderklassen jetzt eine Chance geben. Die Praxis wird bald zeigen, was sie können!