Gefährliches Vergnügen

über Nichtschwimmer und den Trend zum eigenen Pool.

Erstellt am 11. August 2021 | 05:53

Sieben bis acht Prozent der Bevölkerung in Österreich kann nicht schwimmen. Darunter auch viele Kinder. Der Bezirk Amstetten ist da leider keine Ausnahme. Diese Erfahrung hat man in den Schulen gemacht. Und nicht nur im heurigen Jahr.

Dass die Hallenbäder während der Corona-Pandemie schließen mussten und deshalb keine Schwimmkurse und kein Schwimmunterricht in den Schulen stattfinden konnte, ist nämlich nur ein Teil der Erklärung. Gravierender ist ein Trend der letzten Jahre, der durch Corona noch zusätzlich verstärkt wurde: Immer mehr Familien leisten sich einen Pool im eigenen Garten. Was für die schnelle Abkühlung perfekt ist, hat aber auch negative Seiten, denn richtiges Schwimmen ist in den oft kleinen und seichten Becken nicht notwendig oder schlicht nicht möglich.

Bisher konnten die Schulen dieses Defizit sehr oft wettmachen. Ist dies wie im vergangenen Schuljahr nicht möglich, dann kann aus dem Badespaß schnell ein gefährliches Vergnügen werden.