Geld schießt keine Tore. Über den Herbstmeister St. Georgen/Y. in der 1. Klasse West

Von Raimund Bauer. Erstellt am 12. November 2019 (01:00)

Dieses alte Sprichwort wird immer wieder bemüht. Zwar findet es zumeist Anwendung in Ligen, wo wirklich Kohle im Umlauf ist, umlegen auf den unterklassigen Fußball muss dennoch erlaubt sein.

Die vermeintlichen Favoriten auf den Titel in der 1. Klasse wurden vor Beginn der Meisterschaft zumeist ohne den Namen St. Georgen aufgezählt. Zu Unrecht, wie sich jetzt herausstellt. Zugegeben, es ist erst Halbzeit, dreizehn schwere Spiel stehen im Frühjahr noch aus, ehe endgültig der Meister feststeht, dennoch ist Platz eins ein Statement.

In St. Georgen hielt man sich im Sommer bezüglich Transfers eher bescheiden zurück. Den Abgang von Spielmacher Mario Kajaba wollte man - notgedrungen, da sich kein Spieler in der finanziellen Kragenweite anbot - intern kompensieren. Das müssen die jungen Spieler kompensieren, war der Tenor.

Und ja, das taten sie auch. Mit Einsatz, Kampfgeist und Spaß am Sport. Dass einige Konkurrenten in der Liga ein paar Euro mehr aus der Vereinskasse investierten, ist ein offenes Geheimnis. Trotzdem bleibt man bescheiden, vom Titel ist in St. Georgen (noch) keine Rede.

Teuer könnte es dennoch werden. Haben die Kicker weiterhin so viel Freude am Sport, muss für die Prämien wohl die Vereinskassa aufgestockt werden.