Erstellt am 13. März 2018, 04:27

von Hermann Knapp

Genug politische Erfahrung. Hermann Knapp über die Kür von Ulrike Königsberger-Ludwig zur Landesrätin.

Die Woche beginnt mit einer handfesten Überraschung. Dass die Amstettner SP-Bezirkschefin und Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig zur niederösterreichischen Landesrätin aufsteigt, darauf hätte am Wahlabend wohl niemand gewettet – auch sie selbst nicht.

Andererseits hat sie sich in den letzten Jahren im Nationalrat durchaus profiliert. Und als Landesrätin wird sie mit jenen Themen beschäftigt sein, die ihr auch im Parlament schon ein besonderes Anliegen waren: Soziales, Behindertenrechte, Wohlfahrt.

Die Sozialdemokraten im Bezirk haben bisher übrigens noch nie ein Mitglied der Landesregierung gestellt. Bürgermeister Herbert Katzengruber hat zu seiner Zeit den Ruf der Landespartei ja immer ungehört verhallen lassen. Königsberger-Ludwig, die bisher politisch vor allem in der Gemeinde und im Bund tätig war, begibt sich mit der neuen Funktion natürlich auf unbekanntes Terrain. Die politische Erfahrung um auch am glatten Landesparkett und gegen eine ÖVP-Übermacht zu bestehen, bringt sie aber auf alle Fälle mit.