Ideallösung wird es nicht geben. Hermann Knapp über die Trasse für eine zweite Ybbsbrücke.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 07. Februar 2017 (05:45)

Die Politik in Amstetten steckt in der Zwickmühle: Zum einen soll sie möglichst auf 30 bis 40 Jahre vorausblicken und da erscheint es durchaus sinnvoll, eine zweite Ybbsbrücke anzudenken. Zum anderen ist sie aber hier und heute mit den Sorgen und auch mit dem Protest der Bürger konfrontiert, die eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität fürchten – auch wenn das Projekt vermutlich erst in ferner Zukunft spruchreif wird. Die Anrainer denken da natürlich auch an ihre Kinder.

Am 22. Februar wird der Stadtplanungsausschuss nun nochmals über eine mögliche Brückentrasse im Entwicklungskonzept beraten. Die einfachste Lösung wäre natürlich, wenn man eine Variante fände, die weder Anrainerinteressen noch Naturschutzgebiet berührt. Dass das gelingt, ist aber eher unwahrscheinlich. Denn auch eine Brücke auf Höhe des Obi-Marktes, die nun ins Gespräch gebracht wurde, hätte Vor- und Nachteile – etwa jenen, dass in diesem Bereich ohnehin schon sehr viel Verkehr zusammenfließt. Kommt da noch eine Straßeneinmündung dazu, ist der Kollaps wohl vorprogrammiert.