Katerstimmung und Anreiz. Über die Kandidatenkür bei SPÖ und ÖVP.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. Juni 2019 (05:00)

Der Ybbser Bürgermeister Alois Schroll ist der Spitzenkandidat der SPÖ im Wahlkreis 3 c für die kommende Nationalratswahl. Eine Stimme gab in der Wahlkreissitzung den Ausschlag für ihn und gegen den Amstettner Gerhard Riegler. Dass im Bezirk bei den Sozialdemokraten nun ein wenig Katerstimmung herrscht, ist anzunehmen. Doch viel Zeit bleibt dafür nicht, denn angesichts aktueller Umfragen muss die SPÖ alle Kräfte bündeln, wenn sie bei der Wahl ein achtbares Ergebnis holen will. Dass Riegler rein theoretisch noch die Chance hat, Schroll mit Vorzugsstimmen zu überholen, könnte für die Funktionäre ja auch Anreiz sein, noch eifriger Türklinken zu putzen und für ihn zu werben.

Bei der Volkspartei werden es die Spitzenkandidaten diesmal persönlich etwas ruhiger angehen können. Georg Strasser und Andreas Hanger müssen sich sehr wahrscheinlich keinem Vorzugsstimmenwahlkampf zu stellen. Und inhaltlich ist das Hauptthema der ÖVP ja hinreichend bekannt: Sebastian Kurz.