Kniffelige Fragen sind zu lösen. Hermann Knapp über die Parkplatzmisere beim Amstettner Bahnhof.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 28. November 2017 (04:30)

1.200 Parkplätze stehen beim Amstettner Bahnhof zur Verfügung – und es sind immer noch zu wenig. Eigentlich hätten die 136 provisorischen Abstellflächen für Entlastung sorgen sollen, doch dieser Wunsch hat sich – zum allgemeinen Erstaunen – nicht erfüllt. In der Vorwoche schlug die Stadtpolizei Alarm, weil schon wieder alle Plätze besetzt waren und etliche Lenker ihre Fahrzeuge vorschriftswidrig abgestellt hatten – auch im Parkhaus.

Die Politik steht vor einem kniffeligen Problem. Natürlich will man die Lage entschärfen – aber lockt man mit der Schaffung weiterer provisorischer Parkplätze nicht nur noch mehr Bahn-Pendler nach Amstetten? Dasselbe gilt für den Bau eines Parkhauses, wobei sich auch die Frage stellt, wo man es situieren soll, damit es später bei der Gestaltung des Europan-Geländes nicht im Weg ist.

Längerfristig muss die Politik wohl eine Grundsatzentscheidung treffen: Investiert man tatsächlich immer mehr Geld in den Bau von Parkplätzen oder steckt man es besser gemeindeübergreifend in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.