Konsens kaum zu erwarten. Über die Diskussion um Werbeschilder in der Stadt.

Von Peter Führer. Erstellt am 03. September 2019 (02:23)

„Plakat-Wildwuchs“, „Schilder-Wahnsinn“, „Reizüberflutung“: Begriffe dieser Art werden bei der Diskussion rund um Werbeschilder in Amstetten ins Rennen gebracht. Neos-Gemeinderat Roman Kuhn schlägt daher vor, die Vergaberichtlinien für Schilder, die auf Laternen angebracht werden, zu prüfen. Und zwar, um künftig allzu sehr ausartende Werbung aus dem Verkehr zu ziehen. Und er stößt mit seinem Vorschlag auf offene Ohren. So zeigen sich alle im Amstettner Gemeinderat vertretenen Parteien gesprächsbereit.

Dass eine neue Regelung allerdings breiten Konsens finden wird, ist fraglich. Erstens will man den Wirtschaftstreibenden ausreichend Werbemöglichkeiten bieten. Wo hier die Grenze ist, was noch vertretbar und was schon „zu viel“ ist, wird jede Partei womöglich anders bewerten. Zum anderen müssen sich auch die Parteien selbst an die Nase fassen: Gerade in Zeiten des Wahlkampfes finden sich auch nicht zu wenige politische Plakate. Ob man darauf auch verzichten wird können?