Mehr als einen Titel gewonnen. Über die knappe Niederlage von Julia Freinberger bei der Fight Night.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 10. März 2020 (04:03)

Es war der sportliche Höhepunkt bei der Fight Night in Amstetten. Der Kickbox-Weltmeisterschaftskampf zwischen Herausforderin und Lokalmatadorin Julia Freinberger gegen die amtierende zweifache Weltmeisterin Leila El Akab.

Was die beiden Spitzenathletinnen boten, war Kampfsport auf höchstem Niveau. Erstmals in der Geschichte der Fight Night ging ein WM-Kampf sogar in eine Verlängerung. Eine sechste Runde entschied über Sieg oder Niederlage. Letztlich war lediglich ein Punkt ausschlaggebend für den Sieg der Schweizerin. Für Julia Freinberger natürlich ein bitterer Schlag. Es fehlte nicht viel und die 27-Jährige hätte gleich bei ihrem ersten Profikampf sich gleich den Weltmeistertitel gesichert. Vor allem nach der intensiven Vorbereitungszeit unter Reinhard Klapper und Robert Roseneder, wäre es das optimale Happy End gewesen. Auf den ersten Blick ist die Niederlage bitter, doch beim Blick hinter die Fassade hat Freinberger viel mehr gewonnen und „nur“ einen Titelkampf verloren.

Zum einen hat sie sich an diesem Abend den Respekt der dort anwesenden Kicksport-Szene erkämpft. Zum anderen hat sie nun das Wissen, dass sie in der Elite ihrer Klasse angekommen ist. Das zählt mehr, als ein noch ausstehender Weltmeistertitel.