Mit zweierlei Maß gemessen?. Über den Haager Tierpark im Lockdown.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 06. Januar 2021 (03:45)

33 Hektar umfasst das Areal des Haager Tierparks und ist somit fast doppelt so groß wie der Schönbrunner Zoo. Zu nahe kommen sich die Besucher da nur selten. Trotzdem wird ein Besuch im Tierpark von der Regierung offenbar als gefährlich eingestuft, denn geöffnet werden darf er während des Lockdowns nicht.

Sieht man nun die Bilder von langen Warteschlangen und fehlendem Abstand bei den Skiliften, die mit 24. Dezember sehr wohl in Betrieb gehen durften, dann fragt man sich schon, ob hier nicht mit zweierlei Maß gemessen wurde. Das Argument, dass Bewegung im Freien gesund ist, stimmt natürlich. Diese ist aber auch im Tierpark möglich. Dass man zumindest einem kleinen Teil der Tourismusindustrie mit dem Start des Skibetriebs helfen will, ist auch nachvollziehbar. Zoos sind aber auch Tourismusbetriebe, die durch die Schließung Einbußen bei den Einnahmen hinnehmen müssen. Bleibt wohl nur eine Erklärung: Tiere haben keine Lobby. Und Kinder auch nicht.