ÖVP hat jetzt türkise Züge

Über die „neue“ Amstettner Volkspartei.

Erstellt am 17. Dezember 2019 | 05:00
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Die Budgetsitzung in Amstetten verlief durchaus emotional – allerdings nur vonseiten der SPÖ. Die ÖVP nahm die Schelte über die Ablehnung des Voranschlags nahezu unwidersprochen hin.

Wobei die Sozialdemokraten zumindest damit recht haben, dass die Begründung für das „Nein“ der ÖVP in Abwesenheit von Vizebürgermeister Dieter Funke, der immer kompetent und ausführlich Stellung bezog, sehr kurz und allgemein ausfiel. Dass die ÖVP-Mandatare sich nicht verteidigten, dürfte an der Order des neuen Spitzenkandidaten Christian Haberhauer gelegen haben, jeden Politstreit zu vermeiden.

Der neue Führungsstil in der Am stettner ÖVP trägt eindeutig türkise Züge. Denn das Sagen hat hier wie da in erster Linie der Chef. Die Parteiräson geht sogar so weit, dass alle Kandidaten für die Gemeinderatswahl vorsorglich eine Verzichtserklärung unterschrieben haben. Wer ein Mandat bekommt, wird erst nach der Wahl entschieden. Da dürfte es wohl für einige der Arrivierten eng werden.