Rücktritts-Rufe gerechtfertigt. Hermann Knapp über die neuen Turbulenzen bei der Amstettner FPÖ.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 16. April 2019 (05:00)

Die Amstettner FPÖ kommt nicht zur Ruhe. Nach den Turbulenzen um Stadtrat Bruno Weber und dessen rassistisches Posting zu einem ÖBB-Werbeplakat ist es nun Stadträtin Brigitte Kashofer, die die Partei und damit auch die Stadt wieder einmal ins schiefe Licht rückt. Ausgerechnet ihr Name findet sich auf einer Liste des BVT mit angeblichen Mitgliedern der Identitären.

Kashofer bestreitet jede Verbindung und will sich auch an eine Spende nicht erinnern. Dass sie zumindest in Sachen Flüchtlingspolitik inhaltlich eine gewisse Nähe zu dieser Gruppierung hat, darauf lassen diverse Aussagen im Gemeinderat über die „Willkommenskultur“ durchaus schließen.

Die Rücktrittsaufforderungen sind gerechtfertigt. Dass Kashofer geht, ist aber unwahrscheinlich. Eher wird sie sich in die Rolle des missverstandenen Opfers der „Gutmenschen“ flüchten. Politische Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ist in der FPÖ Amstetten nicht üblich. Siehe Weber!