Tief Luft holen und nachdenken. Hermann Knapp über die perfiden Methoden der Internetbetrüger.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Januar 2019 (04:47)

Es ist eigentlich erstaunlich, dass Internetbetrüger immer noch Erfolg haben. Die Polizei wird ja nicht müde, über Printmedien und auch in Rundfunk und Fernsehen zu warnen. Und dennoch fallen immer wieder Leute auf die fiesen Methoden der Ganoven herein, die vor allem mit den Ängsten ihrer Opfer spielen.

Besonders perfid ist die Masche, die sie neuerdings gegenüber Unternehmen anwenden. Dem Chef oder Manager wird ein E-Mail geschickt, in dem von einem möglichen Anschlag die Rede ist, der der Firma drohe. Jener Betriebsinhaber aus dem Bezirk, der eine derartige Nachricht erhielt, hat nicht Kontakt mit den Tätern aufgenommen, sondern sofort die Polizei informiert. Das war auch das einzig Richtige, denn früher oder später hätten die unbekannten E-Mailschreiber sicher versucht, ihm Geld abzupressen.

Besonders übel sind auch jene Erpressungsversuche, bei denen den Opfern gedroht wird, Bilder oder Filme, die sie bei sexuellen Handlungen zeigen, online zu stellen. Aber auch da gilt: Luft holen, nachdenken und nicht zahlen!