Über Skandale und Jungpolitiker. Über erste Besonderheiten des Wahlkampfes.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 08. Januar 2020 (05:00)

Der Wahlkampf nimmt so richtig Fahrt auf und hat auch schon seinen ersten Aufreger. Im Amstettner Ortsteil Waldheim haben Vandalen Plakate der Grünen verunstaltet. Damit setzen sie allerdings kein Zeichen des Protestes, sondern demonstrieren im Grunde nur die eigene demokratische Unreife. Die Grünen haben Anzeige erstattet.

Dass sich die Amstettner in den nächsten Wochen auf einen rauen Ton einstellen müssen, lässt eine Aussendung der Liste Wahl erahnen. Sie unterstellt, dass die rot-grüne Stadtregierung sie bei der Auswahl der Standorte für ihre Plakate benachteiligt und spricht von einer „Diktatur der Gemeinde.“

Einen interessanten Aspekt hat der Wahlkampf in der Gemeinde St. Georgen, denn dort hat der 17-jährige Benjamin Ripfl seine Kandidatur angemeldet. Das ist möglich, weil er rechtzeitig vor dem Wahltag 18 wird. Ripfl dürfte damit einer der jüngsten Listengründer Österreichs sein. Ein Zeichen dafür, dass sich die Jugend doch für Politik begeistern kann.