Zuerst einmal tief Luft holen. Hermann Knapp über die Causa Weber und die Nutzung sozialer Netzwerke.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 04. September 2018 (04:51)

Stadtrat Bruno Weber hat mit seinem Facebook-Posting zum ÖBB-Werbesujet zweifellos eine Grenze überschritten. Die Folgen, die das nun für ihn hat, hat er sich allein selbst zuzuschreiben. Ein Rücktritt von allen politischen Funktionen ist eigentlich eine Frage des Anstandes.

Unabhängig davon, zeigt die Causa aber einmal mehr deutlich die Fallstricke auf, die die Nutzung von sozialen Netzwerken in sich birgt und wie leicht man sich durch einen unbedachten Kommentar um Kopf und Kragen bringen kann. Insofern kann man daraus durchaus auch eine allgemeine Lehre für den Umgang mit Facebook & Co. ziehen.

Jeder, der das soziale Netzwerk nutzt, ärgert sich bestimmt hin und wieder über einen Beitrag oder eine unqualifizierte Meinung, die da herumschwirrt. Doch statt in der ersten Wut zu reagieren, sollte man erst einmal tief Luft holen.

Hass im Netz wird ohnehin schon zur Genüge von sogenannten Trollen gezielt verbreitet. Da muss man nicht auch noch selbst einen Beitrag – mit möglicherweise fatalen Folgen – leisten.