Freude, aber mit hohem Risiko. Über die Bedeutung des Re-Starts für den SKU Amstetten.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 27. Mai 2020 (01:30)

Überraschend war die Entscheidung über die Wiederaufnahme der 2. Liga in Österreich. Vor allem sah es vor wenigen Wochen noch eher nach einem Abbruch aus. Vor allem die Kosten für die Vereine waren ohne Zuschauereinnahmen im ersten Moment nicht zu decken. Auch beim SKU Amstetten schwang das Pendel eher in Richtung Abbruch.

Wirtschaftlich machte dieser Gedanke auch Sinn. Die Weiterführung stand zunächst unter dem Motto: Außer Spesen nix gewesen. Doch die Vereine der zweithöchsten österreichischen Spielklasse rangen sich dennoch zu einer Fortsetzung durch. Federführend dabei war mit Sicherheit die SV Ried, die den Aufstieg in die Tipico Bundesliga anstrebt. Zumindest bei den Fernsehgeldern und durch Zuschüsse aus dem Infrastrukturtopf kam wirtschaftlich Bewegung ins Spiel. Dennoch bleibt es auch für den SKU Amstetten eine monetäre Herausforderung. Immerhin entfallen die Einnahmen der Zuschauer sowie aus dem VIP-Bereich.

Auch sportlich ist die Weiterführung nicht so einfach. Zwar gibt es durch den Abbruch der Regionalliga keinen Absteiger aus der zweithöchsten Spielklasse Österreichs, doch einzelne Verträge, die im Sommer auslaufen, oder Spieler, die schon mit Wechselgedanken spielen, sollen noch für einen Monat mit dabei sein. Ebenso ist nicht gesagt, ob Amateurkicker wie Topscorer David Peham oder Kapitän Matthias Wurm unter der Woche zur Verfügung stehen. Die Freude über die Wiederaufnahme war zwar bei den Spielern und Fans groß, doch das finanzielle Risiko für den Verein ist nicht gesunken.