Viel Zeit zum Nachdenken. Über die Abgänge der Trainer in Wallsee und Euratsfeld.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 20. Mai 2020 (00:24)

Zwei Gebietsliga-Trainer beendeten in der vergangenen Woche ihr Engagement. Pren Zefi verabschiedete sich als Spielertrainer vom 1.-Klasse-West-Aufsteiger Wallsee. Stefan Griessenberger sagte Euratsfeld Adieu. Beide eint nicht nur die ehemalige Tätigkeit in der Gebietsliga, sondern auch ihr Alter von 32 Jahren.

Die Rücktrittsgründe waren auf den ersten Blick zwar unterschiedlich, bei genauerer Betrachtung fehlte aber beiden jungen und ambitionierten Trainern die sportliche Perspektive. In Wallsee beklagte sich Zefi über den fehlenden Ehrgeiz der heimischen Spieler. Die mangelnde Trainingsbeteiligung sowie die Doppelbelastung als Spielertrainer kosteten ihm die letzte Motivation und ließen ihn nun endgültig die Reißleine ziehen. Dabei sah es vor der Coronakrise noch nach einem Verbleib in Wallsee aus, zumindest für Zefi.

Gespräche mit anderen Vereinen hat der Allrounder schon aufgenommen. Auf der anderen Seite folgte bei Griessenberger die Trennung nach mehreren Gesprächen mit Euratsfelds Sportlichem Leiter Mario Schuller. Der Entschluss fiel, nachdem in Euratsfeld auch schon mit einem Worst-Case-Szenario kalkuliert wird: ein möglicher Ausfall der Herbstmeisterschaft.

Deshalb will sich der Trainer auf seine berufliche Existenz konzentrieren. Dass sich beide Seiten im Guten trennen, beweist auch der Umstand, dass Griessenberger die Trainings bis Juni noch leiten wird. Eines brachten die Coronakrise und die erzwungene Pause auf jeden Fall mit sich: Die Trainer hatten genug Zeit, um nachzudenken. Daraus reiften nun die Entscheidungen.