ÖVP zog die Notbremse. Hermann Knapp über politische Weichenstellungen im Bezirk.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 27. Oktober 2014 (10:34)

Nun hat auch in Seitenstetten und Haag die regierende Volkspartei die Weichen für die kommende Wahl gestellt. Während es in Haag zum Vorzugsstimmenduell zwischen dem amtierenden Vizebürgermeister Rudolf Mitter und dem Landesobmann der Jungen ÖVP, Lukas Michlmayr, kommt, hat die Volkspartei in Seitenstetten in letzter Minute die Notbremse gezogen und sich auf einen Spitzenkandidaten geeinigt: Johann Spreitzer wird die Partei in den Wahlkampf führen.

Über die Gründe für diesen Entschluss, hüllen sich die VP-Granden in Schweigen, aber vermutlich hat die Einsicht mitgespielt, dass Vorzugsstimmenwahlkämpfe allzu leicht Kollateralschäden in der Partei hinterlassen. Denn die Zusammenarbeit zwischen zwei Kandidaten, die um das oberste Amt in der Gemeinde fighten, kann danach wohl nicht ganz friktionsfrei sein.

Hinzu kommt, dass zuletzt in Seitenstetten ja sogar von drei möglichen VP-Kandidaten die Rede war. Das hätten die Bürger der Partei dann auch als Entscheidungsschwäche auslegen können. So aber ist alles klar.