Platz gemacht für neue Ideen. Über das Ende der Ära von Rudolf Brunner.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 25. Juni 2019 (02:06)

Vier Jahrzehnte lang leitete Rudolf Brunner die Geschicke im Fußball in Amstetten. Zuerst als Sektionsleiter bei der Sportunion Amstetten und ab 1997 als Obmann der SKU Amstetten. Der Weg führte den Langzeitfunktionär von der 2. Klasse Ybbstal bis in die 2. Liga.

Eine Karriere, die höchstwahrscheinlich einmalig in Österreich ist. Der Höhepunkt folgte nun mit dem Klassenerhalt in der 2. Liga. Doch nun trat Brunner eine Reihe zurück und übergibt der Jugend. Das war von langer Hand geplant und zeigte abermals von der Vorsicht und Genauigkeit, mit der Brunner den Klub bis in die zweithöchste Spielklasse in Österreich führte. Das Ex-Oberhaupt übergibt einen Verein, der im Ranking des positiven Eigenkapitals im ersten Drittel aller 28 Bundesligisten liegt. Ein Ergebnis, für das sich Brunner verantwortlich zeigte. Dabei handelte das Ex-Oberhaupt nach einer alten Milchmädchenrechnung: Nur so viel auszugeben, als da ist. Auch wenn sich der 67-Jährige damit nicht immer Freunde machte und damit auch streng und knausrig wirkte, doch war es das Denken eines gesunden Geschäftsmannes.

Ganz wird Brunner dem SKU nicht verloren gehen. Zu sehr hängt das Herz am Klub. Doch er übergibt an ein Quartett, dass für neue Ideen bereitsteht. Und das im richtigen Moment.