SPÖ will nichts verbergen. Hermann Knapp über Scherpon-Gutachten und Vertraulichkeits-fimmel. Mit einigen Wochen Verspätung haben sich nun auch die Tageszeitungen auf das Scherpon-Gutachten gestürzt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 22. April 2014 (09:58)

Manche Vorwürfe, die da erhoben wurden, schießen aber weit über das Ziel hinaus. Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner will in der Causa sicher nichts vertuschen. Unangenehm ist das Thema den Roten aber schon – aus internen Gründen. Prominente Parteimitglieder, wie etwa Grete Horvatits, sind ja dagegen, Scherpon die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Da droht also ein innerparteiliches Zerwürfnis.

Dass auswärtige Journalisten argwöhnen, es solle etwas vertuscht werden, hat vermutlich mit dem – salopp ausgedrückt – „Vertraulichkeitsfimmel“ zu tun, der seit einiger Zeit im Rathaus herrscht. Beinahe jede Sitzung dort scheint ja schon „top secret“ zu sein und neuerdings sogar jedes Fraktionsgespräch. Die Gemeindeordnung verlangt das nicht und die Opposition hält sich auch nicht immer daran. Gut so! Denn Themen wie etwa die weitere Nutzung des Schlosses Edla sollten möglichst breit diskutiert werden – und mit Bürgerbeteiligung.