Aufschwung jetzt nutzen. Raimund Bauer über das neue Leistungszentrum Frauenfußball in Amstetten.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 04. Dezember 2018 (05:50)

Die Katze ist aus dem Sack. In Amstetten soll nun nicht nur die Herrenmannschaft bundesligatauglich sein, sondern auch in absehbarer Zeit die Damenmannschaft. Mit der Installierung des Leistungszentrums Frauenfußball in der Bezirkshauptstadt ist zumindest ein erster Meilenstein gesetzt.
Der niederösterreichische Fußballverband setzt große Hoffnungen auf die Leistungszentren.

Insgesamt fünf Stück sollen es über die nächsten Jahre werden. Somit sorgt Niederösterreich unter anderem mit dem Nationalen Frauenfußball-Zentrum in St. Pölten und den bisher fixierten Standpunkten in Horn und Amstetten für die Spitze im Frauenfußball in Österreich. Der Unterschied von Horn und Amstetten: In Horn ist eine Mannschaft bereits in der 2. Bundesliga vertreten.

Dahin müssen sich die Amstettner Damen noch nach oben kämpfen. Dabei stößt eine automatische Verpflichtung einer Spielerin, die sich für den Zweig entscheidet, nicht immer auf Gegenliebe bei Klubs, die bereits eine Damenmannschaft installiert haben. Dennoch gehört hier in größeren Maßstäben gedacht. Wenn der durch die Europameisterschaft ausgelöste Boom im Frauenfußball anhalten soll, dann braucht es die Erfolge an der Spitze und diese generieren sich eben nur durch Projekte wie jene in Amstetten.