Bundesliga – wir kommen. Über den Aufstieg der Amstettner Tennisherren.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 23. September 2020 (02:19)

Es ist vollbracht. Es musste ausgerechnet das Corona-Jahr sein, in dem Amstettens Tennisszene historisches erleben darf. Aber nicht nur deswegen wird der Aufstieg in die Zweite Bundesliga in Erinnerung bleiben. Da gibt es schon weitaus prägendere Gründe.

Zum einen, dass in Amstetten nur Eigenbauspieler in der Mannschaft stehen, Legionäre immer außen vor blieben. Aber auch der Umstand, dass im Jahr 2020 das Gefühl einer Niederlage ein unbekanntes blieb. Dies wird auch nicht dadurch geschmälert, dass nur eine abgespeckte Gruppenphase in der Landesliga über die Bühne ging. Man stellt ja auch nicht den US-Open-Sieg von Dominic Thiem eine Stufe tiefer, nur weil sich der Joker selbst aus dem Turnier beförderte. Kurzum, man muss da sein, wenn es darauf ankommt. Dies gelang, nach mehreren bitteren Erfahrungen, nun eindrucksvoll.

Jetzt wartet allerdings viel Arbeit auf den Verein. Das Umfeld für die Bundesliga muss geschaffen werden, zusätzliche Sponsoren gefunden werden. Auch am Spielersektor könnte es die eine oder andere Veränderung geben, da bei zehn Mannschaften in der Liga, und dementsprechend vielen Spielen, auch Ausfälle abgedeckt werden müssen. Unterm Strich bleibt aber, dass mit ausschließlich Eigenbauspielern ein Aufstieg gelingen kann, der Weg belohnt wurde.