Ein Schritt aus dem Schatten. Ingrid Vogl über die World Games in Breslau.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 01. August 2017 (05:02)

Kennen Sie Beachhandball, Korfball, Kanupolo oder Pétanque? Nein? Dann gehören Sie nicht zu jenen Sportinteressierten, die letzte Woche die Bewerbe der World Games mitverfolgten. Beim oft als „Olympische Spiele der nichtolympischen Sportarten“ titulierten Multisport-Event standen aber auch weniger exotische Sportarten wie Klettern oder Inlineskaten am Programm – beides mit Mostviertler Beteiligung.

Edelmetall konnten Jessica Pilz und Christian Kromoser keines beisteuern. Das gesamte österreichische Team kehrte aber mit acht Medaillen, darunter drei in Gold, aus Polen zurück. Eine Bilanz, die das Abschneiden der Athleten bei „richtigen“ Sommerspielen klar in den Schatten stellt.

Auch wenn die World Games durch Live-Fernsehübertragungen enorm aufgewertet wurden und die österreichischen Athleten wie „richtige“ Olympiateilnehmer vom Bundespräsidenten verabschiedet wurden, haben viele der Sportarten weiterhin ein Akzeptanzproblem. Zu Unrecht. Ehrgeiz, Engagement und Trainingseifer ist auch hier vonnöten, um an die Spitze zu kommen. Mit einem Einkommen, von dem man auch leben kann, werden dafür meist nicht einmal die Besten belohnt.