Eine mehr als perfekte Lösung. Friedrich Brandstetter über den Weg von Neustadtl im Herbst.

Von Friedrich Brandstetter. Erstellt am 04. September 2018 (02:21)

Rückblick. Im Frühjahr knapp am Meistertitel vorbeigeschrammt, war man sich in Neustadtl nicht ganz eins, ob dies nun schade oder doch eigentlich ganz praktisch ist. Keine Anpassungen für die Gebietsliga planen, die gewohnten Derbys in der 1. Klasse, gesicherte Zuschauereinnahmen, keine weiten Anfahrtswege.

Auf der anderen Seite war schon einige Runden vor Schluss klar, dass nebst Trainer auch einige Spieler, bei nichterreichen des Titels dem Verein den Rücken kehren. Die Trainersuche gestaltete sich daraufhin schwierig. Offensichtlich schreckte die Aufgabe ab. Mit Alexander Stingl übernahm ein Mann die Position, der nicht nur die Spieler und das Umfeld wie seine Westentasche kennt, sondern auch ein Mensch, der seine Interessen zugunsten des Klubs etwas hinten anstellt.

Einige Charaktere sind in der Mannschaft, die eben auch ein gewisses Händchen erfordern. Nebenbei bewegte er so manchen Spieler kurzfristig einzuspringen, wenn Not am Mann ist. Mit drei Siegen hintereinander bestätigt sich nun seine Arbeit. Eigentlich eine Entscheidung, die aus der Not geboren wurde, entpuppt sich nun als Glücksfall. Denn derzeit gibt es in der Tabelle keinen Unterschied zur Vorsaison. Wieder vorne dabei. Ob das so bleibt, wird sich weisen, der Start lässt aber hoffen.