Experimente mit dem Feuer. Daniel Hartl über St. Peters turbulente Hinrunde.

Von Daniel Hartl. Erstellt am 07. November 2017 (02:41)

Der Schrecken saß tief, als St. Peter in der abgelaufenen Saison nur um ein Haar am Abstieg vorbeischrammte. In der Sommerpause wurden daher zahlreiche Änderungen vorgenommen. Die Vorgabe war unmissverständlich. Der Abstiegskampf sollte in dieser Saison mit allen Mitteln vermieden werden. Eine modernere, offensiv ausgerichtete Variante des Fußballs sollte unter Trainer Peter Riedl fortan Einzug erhalten.

Nach einem durchwachsenen Start hielt die Realität allerdings schneller Einzug als St. Peter lieb war. Der frische Wind war zunehmender Verunsicherung gewichen. Drei Niederlagen in Folge brachten nach neun Runden den vorletzten Rang ein. Der neue Trainer war damit bereits angezählt. Riedl erkannte allerdings die Zeichen der Zeit, musste sein Experiment beenden, um der Defensive des gebeutelten Landesligisten Stabilität zu verleihen.

Ein Eingriff, der gerade noch einmal gut ging und die notwendige Trendwende brachte. Nach Siegen gegen direkte Konkurrenten ist das Tabellenmittelfeld wieder in Sichtweite. Auch das Selbstvertrauen kommt langsam zurück. Experimente mit dem Feuer sind nach dem turbulenten Herbst hoffentlich in Zukunft kälteren Monaten wie der Winterpause vorbehalten. Die Gefahr, sich dabei zu verbrennen, ist dann nämlich auch weit geringer.