Gutes Personal ist selten frei. Daniel Hartl über die Wintertransferzeit und ihre Tücken.

Von Daniel Hartl. Erstellt am 11. Dezember 2017 (02:57)

Senkt sich die Temperatur drastisch, nimmt auch die Bewegungsfreudigkeit der kleinsten Teilchen, der Atome, ab. Ähnlich wie mit der Änderung des Aggregatszustandes dürfte es sich auch mit den Spielerwechseln im Winter zutragen. Glaubt man den Aussagen einiger Funktionäre, so setzt die Bewegung auf dem Transfermarkt in der kältesten Zeit des Jahres ebenso fast aus.

Die Gründe erscheinen einleuchtend, wenn man eine ökonomische Hemmschwelle nicht komplett außer Acht lässt. Viele Akteure sind auch im Amateurbereich durch Verträge an ihre Vereine gebunden, aber nur wenige sind bereit, auch Ablösesummen zu bezahlen. Dennoch ist es bei geschickter Vorgehensweise nicht unmöglich, einen Transfercoup zu landen.

Dem SV Gaflenz gelang es so, Stefan Stradner, dessen Vertrag zeitnahe ausläuft, zu verpflichten, was den Ex-Verein des Stürmers nun in die Bredouille bringt. Mit Marco Talir verlässt ein weiterer Offensivakteur St. Peter, das nun am Markt unter Zugzwang gerät. Ein Verein, den die Resultate im Herbst dazu drängten, die eigene Personalpolitik zu revidieren, ist Mauer. Den Nichtabstieg beharrlich ins Auge gefasst, zeigte sich der Aufsteiger entgegen dem Gros der Vereine auf dem Markt erneut äußerst umtriebig. In diesem Bereich ist man dem Profigeschäft bereits sehr nahe.