Tanz auf der Rasierklinge. Daniel Hartl über Ardaggers herausfordernde Saison.

Von Daniel Hartl. Erstellt am 14. August 2018 (02:04)

Schon als sich das Transferfenster vor wenigen Wochen geschlossen hatte, ahnte man in Ardagger, dass der kommende Herbst ein unangenehmer werden könnte. Die Suche nach einem Stürmer endete ohne Erfolg. Der Kader des Landesligisten ist nicht wahnsinnig breit aufgestellt. Die Probleme der Vorsaison, die vor allem in der Offensive anzusiedeln sind und in der schwachen Trefferausbeute sichtbar wurden, konnten nicht behoben werden. Nun ging der Auftakt in Waidhofen knapp verloren. An einem Punktgewinn war man vorbeigeschrammt. Mangelnde Abgeklärtheit in der Offensive spielte auch eine Rolle.

Freilich wäre es jetzt verfrüht, den Teufel schon an die Wand zu malen und die Mostviertler in ein Eck zu stellen, in dem sie in den vergangenen Jahren kaum zu finden waren. Ein junges Team, das allerdings nur aus einem kleinen Kader schöpfen kann, aus einer sportlichen Abwärtsspirale zu befreien, wäre ein sehr schwieriges Unterfangen.

Eine punktuelle Verbesserung des Kaders bietet sich auch in der Winterpause noch an. Ist die Ausgangsposition allerdings keine aussichtsreiche, gesellt sich zu Ardaggers begrenzten finanziellen Mitteln mit der Perspektivlosigkeit ein weiteres Handicap hinzu.